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Unsere persönlichen Tipps, unser persönlicher Reiseführer für Lakonien

 

( alle Fotos: Simone und Eckhard Kurth )

 

Lakonien ist der Name eines der Regierungsbezirke auf der Halbinsel Peloponnes und umfasst die mittleren beiden der 4 "Finger", die sich im Süden und Südosten der Peloponnes in die Ägäis erstrecken.

 

Bezirkshauptstadt ist Sparta, und erreichbar ist Lakonien für den Besucher entweder mit dem Flugzeug über Kalamata, etwa 40 km südwestlich von Sparta ( Condor fliegt momentan von mehreren Städten deutschlands jeweils einmal die Woche sehr preiswert und direkt ), oder über den Flughafen Athen ( von dort sind es etwa 240 km bis Sparta ), oder mit dem Auto ab dem Fährhafen Patras ( von dort über die Autobahn über Korinth sind es etwa 320 km bis Sparta ) oder mit einer der Fähren ab Piräus.

 

Lakonien ist aufgrund seiner Lage touristisch noch recht wenig erschlossen, und die meisten Besucher konzentrieren sich auf die historischen Zentren wie Sparta und Monemvasia, sowie die idyllische Halbinsel Mani, die den linken der beiden "Finger" ausmacht.

 

Hier zunächst eine Übersichtskarte von Lakonien: 

 

 

 

Und nun zu "unserem" Zentrum in Lakonien, dem kleinen Ort Elia auf dem rechten der beiden "Finger"

 

 

 

Warum ist Elia ( wird auch geschrieben "Eliá" oder "Elaia" ) für uns das "Zentrum" Lakoniens ?

Von hier aus gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, Halbtages- oder Tagestouren zu machen. Mindestens ein Dutzend attraktive Ziele liegen rundherum verteilt: der Strand "Tigani" ( 1 km ), der Strand und die Ausgrabungen von Plitra ( etwa 8 km ), der lange Strand "Kokkoniá" ( 6 km ), die schon etwas größere Bergstadt Molaoi mit seinem kleinen Bauernmarkt ( 7 km ), die Strände bei Archangelos ( 15 km ), die unglaubliche Stadt Monemvasia mit der pittoresken Altstadt ( 30 km ), die Insel Elafonissos mit ihren langen Feinsandstränden ( 30 km ), die Stadt Neápoli ( 35 km ), die Hafenstadt Gythio ( 40 km ), der Sandstrand mit dem Wrack vor Gythio ( 35 km ), Sparta und Alt-Sparta "Mystra" ( 40 km ), der wunderbare Hafen von Geraka ( 25 km ), der herrliche Strand von Marathias ( 20 km ), der "steinerne Wald" ganz am Südzipfel der Halbinsel ( 40 km ), und nicht zu vergessen die vielen weiteren kleinen malerischen Orte an der Ost- und Westküste, die ländlichen Tavernen und die unglaublich gastfreundlichen Menschen in dieser Region.

 

 

ELIA:

 

Elia selbst ist ein gewachsener Ort mit etwa 800 Einwohnern. Unterschiede zwischen "Saison" und "Nicht-Saison" gibt es hier quasi nicht, weil der Ort fast keinen erwähnenswerten Tourismus hat. Hier leben Menschen, die als Oliven- oder Orangen-Bauern ihr Geld verdienen, ein Geschäft betreiben oder irgendwo in der Verwaltung in Molaoi oder sonstwo arbeiten. Die beiden kleinen Supermärkte haben ganzjährig, auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Drei Tavernen bewirten die Bewohner des Ortes genauso wie jeden anderen Gast, das Essen ist einfach und traditionell, aber immer frisch und schmackhaft. Die Hafentaverne bietet frischen Fisch je nach Tagesfang an.

 

       

Der kleine Hafen von Elaia

 

Lava-Strand in Elaia

 

"Tigani" Strand

 

Wir wohnen bei unseren Aufenthalten seit vielen Jahren im gleichen und sehr empfehlenswerten Haus, wo es unter dem Namen "Chillibay" insgesamt 4 Studios zu mieten gibt. Informationen dazu gibt es hier.

 

In Elia selbst gibt es am nördlichen Ortsrand eine kleine Badebucht mit Sandstrand und mit seichtem Zugang zum Wasser. Diese Bucht ist öffentlich zugänglich und wird von einem kleinen Resort-Hotel mitgenutzt. Die Liegen, Sonnenschirme und Duschen dürfen mitgenutzt werden.

 

Zentral, direkt neben dem Hafen, gibt es einen weiteren, öffentlichen Strand mit Sonnenschirmen und Liegen, mit einem kleinen Kinderspielplatz und zwei Cafés nebenan.

 

Etwa 1 km südöstlich außerhalb von Elia über die Straße nach Neápoli befindet sich der Strand "Tigani", der in den vergangenen Jahren stets mit der "Blue Flag" ausgezeichnet wurde, was für hohe Wasser-, Strand- und Umwelt-Qualität steht. In der Saison gibt es eine Taverne, Liegen und Sonnenschirme. Der Kies- und Sand-Strand ist etwa 700 m lang und außerhalb der Saison fast immer leer. Duschen, Umkleidekabinen und Toiletten stehen ganzjährig zur Verfügung. Am Strand befinden sich einige schattenspendende Tamarisken.

Die Westküste:

PLITRA:

 

Von Elia aus der Straße nach Neápoli folgend geht es über Papadianika in Richtung Süden. Nach etwa 7 km erreicht man den kleinen Hafenort Plitra. Hier gibt es mehrere kleine Attraktionen: zunächst liegt im nordwestlichen Teil dieser Bucht ein etwa 500 m langer Feinsandstrand mit seichtem Zugang zum Wasser. Auf dem Weg zum Strand bieten einige Tavernen und Pensionen ihre Dienste an. Einige Gänse und Enten sind an der "Promenade" fast immer zu sehen. Der geräumige Hafen selbst bietet einigen kleinen Booten Liegeplätze, und im südöstlichen Teil der Bucht führt ein schmaler Weg zu einer antiken Ausgrabungsstätte "Ancient Asopos", die teilweise im und am Wasser liegt. Dort freigelegte Mauerreste und Überbleibsel einer Besiedelung bieten Hobby-Archäologen mit ein wenig Glück die Möglichkeit, in den Mauerresten vielleicht eine antike Scherbe einer Amphore oder andere Überbleibsel zu finden. Dem Weg entlang dem Wasser folgend erreicht man ein hügeliges Gelände, auf dem einst etwa 3000 Menschen gelebt haben. In den Ruinen finden sich im Fels eingraviert Darstellungen von Göttern, so zum Beispiel ein etwa 50 cm großes Konterfei von Herakles. Ein antike Wasserstelle ist sehr gut erhalten: ein steinerner Trog wird geziert von Bildern von Tieren und Früchten.

 

       
Strand von Plitra 

Mauerreste im "Ancient Asopos"

 

Amphorenteile in den Ausgrabungen

 

Der Straße von Plitra aus weiter in Richtung Süden folgend führt der Weg zur nahe gelegenen National-Straße. Auf dem Weg dorthin gibt es direkt an der Straße vor einer weitläufigen Linkskurve die Möglichkeit, ein hochwertiges gereinigtes grobes Meersalz zu kaufen, das auf einem Tisch direkt an der Straße präsentiert wird.

 

Der Nationalstraße folgend erreichen wir nach etwa 10 Kilometern kurz vor Anhangelo den langgezogenen, etwa 3 km langen Sandstrand Xarachia, wo im Sommer palmwedel-bestückte Sonnenschirme Schatten spenden. Eine kleine Strandbar bietet in der Saison Getränke und Snacks an, außerhalb der Saison ist dort fast immer herrliche Ruhe, manche würden sagen "Tote Hose".

 

       
Langer Strand Xarachia 

"Unbewohnte" Sonnenschirme

 

"Tote Hose" in der Nachsaison

 

Direkt an der Abzweigung nach Xarachia führt ein weiterer Abzweig von der Nationalstraße hinunter zum ruhigen Ort ...

 

ARCHANGELOS

 

Hier dominiert die Abgeschiedenheit und eine kleine Bucht, wo auch in der Nebensaison manchmal eine Segelyacht zum Übernachten liegt. Kleine Tavernen bieten ruhige Plätze und traditionelles Essen an, und ein kleiner, sehr gepflegter Sandstrand bietet die Möglichkeit einer Abkühlung. Der Wirt des Music-Cafés direkt links vor der Platia spricht gut Deutsch.

 

Der Nationalstraße weiter südlich folgend erreichen wir nach einigen Kilometern den Ort Elíka, wo es einen Abzweig gibt hinunter nach

 

MARATHIAS

 

Am Wasser angelangt befinden wir uns zunächst in Limnes, hier gibt es die Möglichkeiten "rechts nach Marathias" oder "links nach Platanisos". Unser Favorit ist hier Marathias, ein etwa 500 m langer wunderschöner Strand mit einigen Dünen und sehr schönen Steinen und Muscheln am Strand. Dieser Platz ist wirklich noch sehr "unbeleckt", gerade in der Nebensaison ist hier absolute Ruhe.

 

   

Am Strand von Marathias

 

Strand von Limnes

 

Wieder in Elíka angekommen nehmen wir weiter die Nationalstraße in Richtung Neápoli und gelangen nach einigen Kilometern an die Gabelung, wo das Hinweisschild "geradeaus nach Neápoli" und "rechts Richtung Elafonissos" steht.

 

ELAFONISSOS

 

Die kleine Insel Elafonissos ist im Halbstunden-Takt mit wechselseitig verkehrenden Fähren in jeweils etwa 15 Minuten erreichbar. Im Jahr 2014 kostete es ohne Autobeförderung pro Person 1 Euro ( Hunde frei ), mit Auto zusätzlich 10 Euro. Aber schon bevor es auf die Fähre geht, gibt es links der Abfahrtstelle einen wahrlichen Traumstrand: etwa 2 km lang, an den meisten Stellen mit Dünen bis zu 200 m breit, und alles feinster heller Sand. Traumhaft !

 

Elafonissos ( Insel ) bietet im Nordwesten und im Süden einige langgezogene Feinsandstrände, und direkt westlich neben dem gleichnamigen Hauptort einen teilweise feinsandigen aber stellenweise auch mit Lava-Steinen versehenen Streifen zum Sonnen, zum Baden oder einfach nur zum Gehen / Laufen an. In Elafonissos ( Ort ) bieten Tavernen preiswert und freundlich traditionelle Speisen an, die selbstverständlich stets fischlastig sind. Einige Shops bieten traditionelle aber auch handwerkliche Souvenirs an.

 

       

Langer Strand auf Elafonissos

 

Sand- / Lava-Strand auf Elafonissos

 

Traum-Sandstrand vor der Insel

 

NEÀPOLI

 

Nur wenige Auto-Minuten der Nationalstraße weiter folgend gelangen wir nach Neápoli, einer lebhaften Kleinstadt mit vielen ganz normalen Geschäften und ein wenig Tourismus-Prägung. Von hier kann man per Fähre nach Piräus gelangen, aber auch zu den Inseln Elafonissos und Kithira. An der Promenade laden Cafés zum Verweilen ein, und in den Tavernen an der Promenade wird vorrangig Meeresgetier angeboten ( zu sehr "normalen" Preisen ).

 

Von Neápoli aus folgen wir nun weiter der Nationalstraße in Richtung Süden und gelangen nach einigen Kilometern nach Agios Nikolaos, wo wir entweder nach Tsoumala und Korakas an die Küste fahren können oder aber einfach der Straße weiter folgen nach Profitis Ilias, einem winzigen Hafenort mit nur wenigen Häusern und einem urigen Lavastrand. Kurz vor Profitis Ilias weist uns ein Hinweisschild nach Osten den (holprigen) Weg zum "Petrified Forest", dem versteinerten Wald. Fast fahren wir an dem unscheinbaren Parkplatz vorbei, wo wir das Auto stehen lassen und die letzten Meter zufuß bewältigen zu dem Gelände mit den versteinerten Bäumen, von denen kleine, aber teilweise auch bis zu 2 m hohe Baumstümpfe, hauptsächlich anscheinend von Palmen, direkt am Wasser stehen. Aus Hohlräumen unter den Steinen schießen zeitweise entsprechend dem Seegang kleine oder mittelgroße Wasserfontänen hoch. Allenthalben krabbeln Krebse zwischen den Steinen. Beeindruckend, was hier vor vielen hunderten von Jahren passiert sein muss und uns dieses beeindruckende Gelände nun präsentiert.

 

 

       

Chico im "Steinernen Wald"

 

Hohle steinerne Baumstämme

 

Baumstamm-Rest

 

Die Ostküste

Von Elaia aus fahren wir aus der Ortsmitte oberhalb der Taverne "Elaia" die etwa 5 km über Plakía nach Molaoi.

 

MOLAOI (ausgesprochen "Molai") ist der Hauptort dieser Region und bietet alle notwendigen Versorgungsmöglichkeiten wie Schule, Krankenhaus, Ärzte, Banken, Geschäfte, Metzger, neuerdings auch ein Fischgeschäft, einen Wochenmarkt jeden Freitag und einige gut bis sehr gut sortierte Supermärkte. Hier gibt es auch die Möglichkeit, direkt bei einem Verarbeitungsbetrieb mit eigener Presse lokalen Wein und vor allem sehr gutes Olivenöl aus der Region zu kaufen ( direkt rechts an der Nationalstraße ortsauswärts in Richtung Monemvasia etwa 1 km nach der Shell-Tankstelle ).

 

Molaoi liegt direkt an der Nationalstraße, die im Norden nach Skala und von dort nach Gythio im Westen und Sparta und Tripolis im Norden führt, und über die wir in Südrichtung nach Monemvasia gelangen.

 

Der Weg dorthin ist eine gut ausgebaute Straße. die zunächst durch Eukalyptusbaum-Alleen quer über Land geht, und uns nach etwa 25 km zur Ostseite des Landfingers wieder ans Wasser führt. Schon weit vor Monemvasia liegt linkerhand ein langgezogener Feinsand-Strand mit ein paar Tavernen, wo auf einem ausgewiesenen Platz einige Camper stehen. Nur etwa 2 km weiter sehen wir schon links den beeindruckenden Felsbuckel von Monemvasia, wo der Geschichte nach die Monemvasische Bevölkerung im 13. Jahrhundert 3 Jahre lang von fränkischen Belagerern eingeschlossen war, sich angeblich bald nur noch vom kargen Gras und von Insekten und Mäusen ernährte, um sich dann schließlich doch noch ergeben zu müssen.

 

       

Langer Strand vor Monemvasia

 

Farbenfrohes Haus am Strand

 

Blick vom Strand auf den "Buckel"

 

MONEMVASIA besteht heute aus seit den 80er Jahren von vielen Schweizern und Deutschen besiedelten Vororten, dem Ortsteil Nea Monemvasia mit normalen Geschäften und dem Hafen, sowie der Attraktion der ganzen Region überhaupt, der wunderbar restaurierten und immer wieder sehenswerten Altstadt auf halber Höhe des "Fels-Buckels". Hier fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt, wären da nicht die vielen Souvenirgeschäfte, die neben allem möglichen "Touri-Kram" allerdings auch kunsthandwerklichen Schmuck und direkt hinter dem Eingangstor links interessante Gemälde anbieten. Hier, kurz hinter dem Haupttor zur Altstadt, führt uns auch eine Treppe hinauf zum Geburtshaus des berühmtesten griechischen Schriftstellers der Neuzeit, Jannis Ritsos. Zwischen den pittoresken, mit viel Liebe restaurierten  Häuschen erhascht man rechterhand immer einmal wieder einen wunderbaren Blick hinab auf die Ägäis, die hier anscheinend noch glitzernder und gleißender erscheint als anderswo, während links der Gasse mehrere mehr oder weniger steile Pfade hinauf auf den oberen "Buckel-Teil", die antike Oberstadt, führen. Wer einen dieser Wege wählt und auf dem Hügel ankommt, wird belohnt mit einem unglaublichen Ausblick auf den Myrtischen Golf.

 

       

Links der "Buckel" von Monemvasia

 

Fast schon arabisch anmutend

 

Blick über die Häuser der Altstadt

 

Im "modernen" Monemvasia sitzt man sehr gemütlich in einem der Cafés oder in einer der Tavernen direkt am Meer, und mit ein wenig Glück bekommt man im nahe gelegenen Hafen eine der Wasserschildkröten zu sehen, die hier täglich hereinschauen um eventuell etwas vom Fang der Fischer zu bekommen, die hier ihre Netze leeren.

 

Nur etwa 2 Kilometer nördlich Monemvasias erstreckt sich ein wunderbarer Sandstrand längs der weit offenen Bucht von Monemvasia und lädt zum Baden und Faulenzen ein.

 

 

GERAKAS

 

Auf der Nationalstraße wieder zurück in Richtung Norden biegen wir nach etwa 5 Kilometern rechts ab, folgen der Straße zunächst längs der Küste, erreichen bald eine bergige Landschaft und kommen nach einer viertel Stunde zum idyllisch gelegenen Hafenort Gerakas. Angekündigt wird der Ort zunächst durch einen ausgedehnten Flachwasserbereich, und nach einer Biegung öffnet sich dann das Wasser und macht den Blick frei auf den fjordähnlich anmutenden Hafenort. Hier gibt es einige durch die Bank sehr empfehlenswerte Tavernen, die stets frischen Fisch, Oktopus und Kalmare zu unglaublichen Preisen anbieten.

 

       

Gerakas aus der Ferne

 

Fjordähnlich eingebettet

 

Idyllischer kleiner Hafenort

 

Von Gerakas aus folgen wir der teilweise sehr engen Straße (für größere Wohnmobile nur bedingt brauchbar) durch kleine Dörfer, wo uns freundliche Bewohner meist sehr freundlich grüßen, und kommen nach etwa 12 km Fahrt durch Serpentinen und wildes Gelände, manchmal behindert durch umherziehende Ziegenherden, nach Richiá, wo es nun mehrere Möglichkeiten der Weiterfahrt gibt.

 

RICHIÁ

 

Richiá erreichen wir entweder von Elaia kommend über Molaoi und Metamorfosi oder, wie oben beschrieben, von Süden über Gerakas kommend. Richiá selbst ist ein kleines Provinznest ohne erwähnenswerte Sehenswürdigkeiten, ist allerdings der Durchgangsort auf dem Weg zu einigen schönen kleinen Orten an der Ostküste dieses Teils von Lakonien. Südlich erreichen wir von hier aus den bereits beschriebenen Ort Gerakas, über den Weg in Richtung Osten gelangen wir über eine Serpentinenstraße zum idyllisch gelegenen Küstenörtchen Vlychada, und die Straße in nördliche Richtung eingeschlagen erreichen wir, ebenfalls über eine kurvige Gebirgsstraße und vorbei an wunderbaren Aussichtspunkten, den Hafenort Kyparissi.

 

 

VLYCHADA und KYPARISSI

 

sind beide unbedingt einen Ausflug wert, ist doch schon allein die Anreise durch die Gebirgslandschaft ein Erlebnis. Beide Orte zeichnen sich durch idyllisch gelegene kleine, aber feine Kies-Strandabschnitte aus und sind beide unbedingt zu einer Einkehr in einer der Tavernen und zum Baden geeignet. 

 

       

Wunderbare Aussichten

 

Strand von Kyparissi

 

Haus in Kyparissy

 

 

Tagestouren ab Elia

SPARTA und MYSTRA

 

Von Elia aus folgen wir der Küstenstraße in Richtung Norden, kommen am langen ( in den vergangenen Jahren manchmal leider etwas schmutzigem ) Feinsandstrand von Kokkiná vorbei, wo in der Nachsaison  manchmal der eine oder andere Camper sein Nachtquartier aufbaut, gelangen durch Orangenplantagen nach Glykovrissi und biegen dort ab in Richtung Sparta. Über die kleinen Ortschaften Asteri und Elos erreichen wir die Hauptstraße bei Skala, wo es neben vielen Geschäften in der schon etwas größeren Ortschaft auch dienstags einen Wochenmarkt gibt und, nicht zu vergessen, neben einem supergut sortierten Supermarkt Carrefour auch einen LIDL.

 

Am Ortsende von Skala biegen wir rechts ab in Richtung Sparta und gelangen über eine gut ausgebaute Straße fast immer schnurstracks geradeaus nach einer knappen halben Stunde nach Sparta. Hier finden wir ein nach einem Schachbrett-Muster aufgeteiltes Straßensystem, und kreuz und quer durch die Gassen finden wir gute Geschäfte, auf einem großen zentralen Platz einige Cafés und kurz hinter dem Ortseingang einen Hinweis auf das antike Sparta, den Ort "Mystra".

 

MYSTRA

 

Hier, direkt am Berg, ist die Siedlung Mystra zu finden, die das antike Sparta gewesen ist. Teilweise gut restaurierte Gebäude lassen erahnen, wie die Menschen im 13. Jahrhundert in dieser damaligen Hauptstadt gelebt haben. Der Rundgang kann vom oberen wie auch vom unteren Eingang begonnen werden, und wir sollten uns genug Zeit lassen für die vielen kleinen Eindrücke, von der Vorstellung einstiger Lebhaftigkeit an diesem Ort wie auch von der Zurückgezogenheit des heute immer noch bewohnten Klosters innerhalb dieses Geländes.

 

       

Altertümliches Mystra

 

Viele restaurierte Gebäude

 

Idyllische Einblicke

 

GYTHIO

 

Nur etwa 30 km von Elia entfernt - abends können wir von Elía aus die Lichter der gegenüber liegenden Stadt gut sehen - liegt die Hafenstadt Gythio. Von Skala aus ist die Stadt ausgeschildert, und der Weg führt uns zunächst durch Orangen-Plantagen hindurch und später über eine kurvenreiche, sehr schöne Küstenstraße zunächst an eine der Sehenswürdigkeiten der Region, den Sandstrand kurz vor Gythio, wo direkt am Strand liegend ein gestrandetes Frachtschiff eine pittoreske Kulisse bildet. Der Strand selbst besteht aus Feinsand und zieht sich etwa eineinhalb Kilometer in Richtung Osten. Am Zufahrtsweg befindet sich ein Platz, an dem stets einige Wohnmobile zu sehen sind.

 

   

   

Der "Wrack-Strand" bei Gythio

 

 

 

Pittoreske Foto-Kulisse

 

Gythio selbst ist eine lebhafte Hafenstadt und bietet in einem schachbrett-artig aufgeteilten Straßennetz gute Einkaufsmöglichkeiten. Rund um den Hafen herum gibt es sehr gute traditionelle Tavernen - natürlich mit einem sehr guten Fisch-Angebot. Quasi am Ende des Hafen-Kais führt eine schmale Brücke zu einer kleinen vorgelagerten Halbinsel, auf der das sehenswerte Museum für Geschichte der Mani beheimatet ist, der Region, dessen Hauptstadt Gythio ist.

 

 

Die MANI

 

"Die" Mani ist der westliche "Finger" Lakoniens und ist berühmt für seine Geschichte und die damit verbundene Architektur. Von Gythio kommend folgen wir der Hauptstraße in Richtung Areopoli und Kalamata, und beginnen damit unsere Rundfahrt, die sich entgegen dem Uhrzeigersinn um diese Halbinsel zieht. In Aeropoli biegen wir links ab und folgen dieser gut ausgebauten Straße immer der Küste nach. Die bereits erwähnte Architektur bezieht sich auf dieser Halbinsel auf die Wohntürme, die allenthalben zu sehen sind und die das Gesamtbild dieser Region bilden. Diese Wohntürme dienten in früheren Zeiten der Verteidigung und boten durch ihre Bauform guten Schutz gegen Angreifer jeder Art. Diese Angreifer konnten ursprünglich fränkische , arabische oder türkische "Horden" sein, aber später genauso "böse" Nachbarn, die nach dem Prinzip der gerade in diesem Landesteil immer wieder vorkommenden Blutrache ganz persönliche Satisfaktion erreichen wollten. Heute bieten diese Wohntürme als Restaurant oder als Hotel ein attraktives Ambiente für Besucher und sorgen in manchen Orten für eine wunderbare Atmosphäre.

 

Wenige Kilometer südlich von Aeropoli können wir in Velousi rechts abbiegen und erreichen nach etwa 1 km den Eingang zur "Diros-Höhle". Mit einem Boot fahren wir dort ein in eine geräumige und beeindruckende Ansammlung von Tropfstein-Höhlen. Zurück auf der Hauptstraße fahren wir weiter nach Süden, passieren Orte wie Tsopakas und Agios Georgios und gelangen schließlich zum schon etwas touristischeren Badeort Gerolimenas. Hier können wir direkt am Wasser in einem der Cafés ein kühles oder heißes Getränk und / oder einen kleinen Snack zu uns nehmen, bevor es weiter geht die Straße wieder hinauf  in die Berge durch wunderschöne Bergdörfer mit vielen Wohntürmen, um schließlich nach Marmari zu gelangen, wo wir mit dem Auto bald auf einen Parklplatz kommen, von dem es dann nur noch zufuß die etwa 2 km weiter südlich geht zum südlichsten Punkt des griechischen Festlandes, zum Kap Tenaro. 

 

   

   

Strand in Gerolimenas

 

Wohnturmdorf Kenourgia

 

Wunderbare Mani-Küste

 

Vom Südkap aus folgen wir der Küstenstraße auf der östlichen Seite der Mani, und gelangen über teilweise schwindelerregende Serpentinenstraßen durch kleine Dörfer, wo wir immer wieder einmal einen Blick auf den Lakonischen Golf werfen können, schließlich über Kotronas wieder zurück nach Gythio. Für die Rundfahrt sollten wir einen ganzen Tag einplanen, damit Zeit genug bleibt, in einem der Dörfer oder an einem der vielen schönen Plätze eine Pause einlegen zu können. Von Gythio aus geht es dann über Skala und Elos wieder zurück nach Elia.

 

 

Ausflug in die Berge nach Kosmás

 

Von Eláia aus fahren wir nach Skala ( etwa 10 km ) und biegen etwa 300m nach dem LIDL an der nächsten Kreuzung rechts ab. Dieser Straße "immer der Nase nach" folgend kommen wir zunächst immer höher in´s Gebirge und schlängeln uns schließlich über Serpentinen hinauf auf eine Höhe von fast 1200 m ü.d.M. und schließlich zum Ort Kosmas. Auch im Sommer sollte eine Jacke und eine lange Hose zur Ausrüstung gehören, denn hier kann´s schon mal kühler werden. In diesem Bergdorf lässt es sich auf der Platia wunderbar unter schattigen Bäumen in einem der Cafés oder in einer der Tavernen sitzen und schauen. Sehr empfehlenswert direkt an der Platia ist das Keramik-Geschäft, in dem die Keramikerin selbst ihre wunderbaren Kreationen anbietet und verkauft ( spricht leider nur griechisch ). Interessant wird es immer, wenn ein Reisebus oder ein größeres Wohnmobil versucht, von Norden oder von Süden her durch diesen engen und verwinkelten Ort zu kommen. Da ist fahrerisches Fingerspitzengefühl gefordert und für die hinterdrein Wartenden ist Geduld ein gutes Rezept.

Die Straße nach Norden aus Kosmas heraus ist ein aussichtsmäßiger Leckerbissen. Wer Zeit und Muße hat, oder wer plant, von Lakonien aus in Richtung Nafplio weiter zu reisen, sollte diese atemberaubende Serpentinenstraße genießen. Schade, wer da einfach nur drauf los fährt, zu schön ist die Aussicht von vielen Haltemöglichkeiten aus. Gänsehaut-Feeling!

 

Epilog

Dieser kleine "Reiseführer" ist selbstverständlich nur aus unseren eigenen Eindrücken entstanden und deshalb selbstverständlich subjektiv. Leider haben wir bisher noch keinen expliziten Reiseführer für Lakonien entdeckt, und die Bücher der bekannten Verlage sind trotz Werbung mit "Insidertipps" weit entfernt von unseren persönlichen Ansprüchen. Vielleicht stößt ja der eine oder andere über Google auf diese Seite und erfreut sich an unseren Erfahrungen.

 

Da wir auch in den kommenden Jahren mit Sicherheit immer wieder in diese eine der für uns schönsten Regionen Griechenlands reisen werden und das meiste in diesem Landesteil sicherlich noch nicht gesehen haben, werden wir diese Seite auch künftig immer wieder aktualisieren. Über Erfahrungen, die SIE gemacht haben und uns mitteilen möchten, damit wir sie hier veröffentlichen, freuen wir uns sehr.

 

Herzlichst Ihre

 

Simone und Eckhard Kurth und Chico

 

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